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Oldtimer-Rennen Mille Miglia: 1000 Meilen vom Gardasee bis Rom und Retour

3 min. Lesedauer

Schon der Name hat Rasanz: Die Mille Miglia, die 1000 Meilen, gilt als das aufsehenerregendste Oldtimer-Rennen weltweit. Am 13. Juni wird es in Brescia wieder heißen: „Ladies & Gentlemen, start your engines!“. 

Sie können sich für die schönsten Modelle der Automobilgeschichte begeistern? Dann haben Sie es als Gast des Eden Reserve nicht weit. Denn nach dem Start im nahen Brescia nimmt die Karawane der Oldtimer-Schönheiten Kurs auf Salò, den Nachbarort von Gardone Riviera. Die Tour folgt dem Ufer des Gardasees und führt durch das Valtènesi nach Desenzano del Garda und immer dem Ufer entlang bis nach Sirmione. Viele Gelegenheiten also, die schönen, restaurierten Oldtimer-Schätze an sich vorbeifahren zu lassen.

Hier geht es zum Streckenplan der Mille Miglia 2023: https://www.gardasee.de/sites/default/files/download/4.road_map_1000_2023.pdf

Zugelassen zur Mille Miglia sind ausschließlich Wagen aus jenen Fahrzeugmodellreihen, von denen mindestens ein Exemplar bereits an einem Rennen in den Jahren von 1927 bis 1957 teilgenommen hatte. Insgesamt ist die Zahl der Oldtimer, die bei der Mille Miglia an den Start gehen dürfen, auf 375 limitiert. Der Blick auf den Corso der automobilen Schönheiten – darunter auch obskure Auto-Designs – vor dem pittoresken Hintergrund des Gardaseeufers, ist immer ein besonderes Erlebnis. 

Erstes Etappenziel auf der Route: Die Adria bei Milano Marittima

Statt vier Tagen touren die Oldtimer in diesem Jahr fünf Tage lang. Am vierten Tag ist eine Neuheit vorgesehen. Über Stradella und Pavia verläuft das Rennen durch das Piemont! Nach einem Mittagessen in Alessandria geht es über Asti, Vercelli und Novara nach Mailand. Zieleinfahrt ist hier im Zentrum der Altstadt.

Am 17. Juni führt die Mille Miglia über Bergamo durch die herrliche Weinregion Franciacorta. Letzte Streckenposten vor der Zieleinfahrt am späten Vormittag in Brescia sind die Ortschaften Ospitaletto und Gussago.

375 Oldtimer aus den Jahren 1927 bis 1957 bei der Mille Miglia auf Tour

Die Tour nachzufahren ist ganz bestimmt ein besonderes Abenteuer und eine Rundreise durch wunderschöne Landschaften in Italien vom Alpenrand bis Rom und retour. Für eine solche Reise kann man sich auch bei spezialisierten Verleihfirmen ein Oldtimer-Schmuckstück mieten und – selbst am Steuer – den Reiz der Rundfahrt noch erhöhen. Und man darf sich dabei erinnern: In den 1920er Jahren waren die Mille Migla ein Härtetest für Automobile und die Fahrer, die damals an den Start gingen. Nach einer Pause von zwei Jahrzehnten wurde das weltberühmte Rennen 1977 als reine Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeits-Rallye wiederbelebt. Mitte Juni werden auch in diesem Jahr die 1000 Meilen Fans echter Oldtimer – im Publikum wie in den Cockpits – wieder begeistern.

1000 Meilen-Route: Rundfahrt nach Rom und retour

Im Dezember 1925 hatten vier junge Männer, darunter zwei Grafen, beschlossen, ihre Heimatstadt Brescia zu einem Zentrum des Motorsports zu machen. Die Idee eines Straßenrennens entstand, zwei Jahre später im März startete dann das erste Rennen. 13 Jahre später wurde die Rallye als Mille Miglia – 1000 Meilen – bekannt. Denn die Rundstrecke von Brescia nach Rom und retour misst 1600 Kilometer, was 1000 englischen Meilen entspricht. Ein OM 665 „Superba“ gewann das erste Rennen, ein wunderschöner Sportwagen der OM-Fabbrica Bresciana di Automobili, wobei OM für Officine Meccaniche steht. Seither führt ein OM mit der Startnummer 1 die Rallye beim Start an. Gerade mal 40 bis 50 PS brachten die Wagen mit Sechszylindermotoren auf die Straße. 1957 war Schluss mit der Mille Miglia. 20 Jahre später wurde sie als Mille Miglia Storica wiederbelebt.  Sie ist seitdem mit ihren sorgfältig restaurierten und hochpolierten Oldtimer-Schätzen auch auf der kurzen Strecke entlang des Gardasees ein touristisches Highlight, dass immer auch viel Prominenz anzieht.

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